Ungarn | 36. Tag
Erholen in Budapest | Teil III
Zuletzt war ich im Sommer 2000 in Budapest. Es hat sich viel getan, und es war mir eine Freude, wieder durch die Straßen zu gehen. Was ich beide Male in meinem Tagebuch festhielt: Es gibt sehr viele Touristen in der Stadt, und es war auch mal wieder angenehm, Gesprächsfetzen auf der Straße zu verstehen. Damals reiste ich allein mit dem Zug und per Anhalter durch Europa, diesmal war ich nicht allein, dafür überwiegend zu Fuß durch Ungarn unterwegs.
In der Király utca hatten wir eine Ferienwohnung gemietet in der leider die versprochene Klimaanlage nicht funktionierte, sodass wir bei offenem Fenster schon früh vom Trubel auf der Straße geweckt wurden. Nahezu direkt gegenüber von unserer Wohnung lag die Pizzeria Little Italy, die wir sehr ins Herz schlossen und in der es leckere italienische Köstlichkeiten gibt. Ich folge ihnen inzwischen auf Instagram und bekomme regelmäßig Hunger, wenn ich ihre Beiträge sehe. Superlecker dort!

Doch zurück zum eigentlichen Plan dieses Tages: Wir wollten auf die andere Seite der Donau wechseln uns die Zitadelle auf dem Gellért-Berg ansehen und die Aussicht auf die Stadt genießen. Mit der U-Bahn ging es zur Station Szent Gellért tér, in deren Nähe sich die berühmte Gellért-Therme befindet. Bei über 31 Grad ließen wir diese allerdings aus und spazierten stattdessen zu Fuß über die Donau zur Großen Markthalle.
Nach einem Snack in der Markthalle fuhren wir mit der Straßenbahn zurück nach Buda. Auf dieser Fahrt entlang der Bartók Béla út entdeckten wir ein Café, das uns gefiel und das wir vielleicht später ansteuern wollten. Aber erst einmal hoch zur Burg. Wir nahmen den Bus bis zur Zitadelle. Es ist ja Urlaub.
Die Zitadelle auf dem Gellért-Berg ist gar nicht mal so alt. Die Habsburger errichteten sie nach den Revolutionsjahren 1848/49 oberhalb der Stadt – als dauerhafte Erinnerung an ihre Macht und als Antwort auf die revolutionären Freiheitsbestrebungen der Ungarn. Wir hatten allerdings Pech, denn die Zitadelle war geschlossen. Sie wurde gerade saniert, sodass eine Besichtigung nicht möglich war.
Wir orientierten uns also um und suchten uns durch den leicht verdorrten Park einen Weg um die Zitadelle herum zur Freiheitsstatue, die ebenfalls nur aus der Ferne zu sehen war. Auf dem Rückweg entdeckte ich ein Nest sehr friedlicher Haus-Feldwespen und einige Eidechsen entlang des Wegs hinunter zur Donau. Die ließen sich allerdings nicht fotografieren und huschten immer davon.
Unsere letzte Station in Buda war an diesem Tag das Café Mitzi. Hier bekamen wir köstlichen Käsekuchen und eine große Portion Kaiserschmarrn.
Mit dieser Stadterkundung ging unsere Zeit in Budapest zu Ende. Wir erledigten noch die letzten Besorgungen und setzten am nächsten Tag unsere Wanderung auf dem Országos Kéktúra fort.



